MAULHALTEN, AUSHALTEN, DURCHHALTEN
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Arbeitswelt
der Geistigen Maloche
Ist die Ähnlichkeit des jiddisch-rotwelschen Wortes für Schwere
Arbeit = Maloche und Maloccio = italienisch für
den Bösen Blick ein Zufall oder tiefere Wahrheit?
Ich bin im Ruhrgebiet aufgewachsen und habe dort das Wort malochen
nur gehört für körperliche Schwerstarbeit, besonders wenn
sie bis zur geistigen Verarmung führt.
Geistiger Reichtum, Beweglichkeit des Geistes, Ideen haben und sie auch
umzusetzen, das wird aber auch leicht zur Maloche. Wenn eigene Begeisterung
und ein freundliches positives Umfeld dazukommt, macht das Alles so viel
Freude, führt zu Kreativität, die die dafür nötige
Maloche kaum noch spüren lässt.
Aber in schlecht geleiteten Teams, Firmen, Instituten, unter zu selbstverliebten,
zu ehrgeizigen Leitern wohl die Vorbedingung zum Ordinarius
wird die Geistige Arbeit zum Blut und Wasser schwitzen, wird
der Kollegenkreis zu einer Herde von Neidhammeln, wird befördert
wer sich duckt und ungefährlich bleibt, gibt es statt Applaus nur
böse Blicke, tröstet sich jeder mit Maul halten, aushalten,
durchhalten, u.s,w. Aber die Kreativität bleibt auf der Strecke.
Ich habe das an mir selber, aber auch bei Freunden, Partnern und Kolleginnen
erlebt, wie erst der Humor, dann die Kreativität und dann auch die
Gesundheit verloren gingen.
Aus dieser Art Teamwork habe ich mich hoffentlich rechtzeitig
- ausgeklinkt und erlebe jetzt wieder die fröhliche Seite des geistigen
Malochens, den Genuss der künstlerischen Kreativität. Auch der
Humor ist wieder auf die Beine gekommen.
Aber die Verletzungen aus der Arbeitswelt oder die Erinnerung daran sind
lebendig geblieben.
Und das drückt sich in dieser Serie aus, in der ich aus der Distanz
kleine Denkanstöße geben möchte.
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