INGRID SCHUMACHER

9. IFUPA 2003

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9. IFUPA 2003
10.IFUPA 2004


MAULHALTEN, AUSHALTEN, DURCHHALTEN

Arbeitswelt der Geistigen Maloche

Ist die Ähnlichkeit des jiddisch-rotwelschen Wortes für Schwere Arbeit = „Maloche“ und „Maloccio“ = italienisch für den „Bösen Blick“ ein Zufall oder tiefere Wahrheit?

Ich bin im Ruhrgebiet aufgewachsen und habe dort das Wort „malochen“ nur gehört für körperliche Schwerstarbeit, besonders wenn sie bis zur geistigen Verarmung führt.
Geistiger Reichtum, Beweglichkeit des Geistes, Ideen haben und sie auch umzusetzen, das wird aber auch leicht zur Maloche. Wenn eigene Begeisterung und ein freundliches positives Umfeld dazukommt, macht das Alles so viel Freude, führt zu Kreativität, die die dafür nötige Maloche kaum noch spüren lässt.
Aber in schlecht geleiteten Teams, Firmen, Instituten, unter zu selbstverliebten, zu ehrgeizigen Leitern – wohl die Vorbedingung zum Ordinarius – wird die Geistige Arbeit zum „Blut und Wasser schwitzen“, wird der Kollegenkreis zu einer Herde von Neidhammeln, wird befördert wer sich duckt und ungefährlich bleibt, gibt es statt Applaus nur böse Blicke, tröstet sich jeder mit „Maul halten, aushalten, durchhalten“, u.s,w. Aber die Kreativität bleibt auf der Strecke.
Ich habe das an mir selber, aber auch bei Freunden, Partnern und Kolleginnen erlebt, wie erst der Humor, dann die Kreativität und dann auch die Gesundheit verloren gingen.
Aus dieser Art „Teamwork“ habe ich mich – hoffentlich rechtzeitig - ausgeklinkt und erlebe jetzt wieder die fröhliche Seite des geistigen Malochens, den Genuss der künstlerischen Kreativität. Auch der Humor ist wieder auf die Beine gekommen.
Aber die Verletzungen aus der Arbeitswelt oder die Erinnerung daran sind lebendig geblieben.
Und das drückt sich in dieser Serie aus, in der ich aus der Distanz kleine Denkanstöße geben möchte.

Ingrid Schumacher
Oberer Pahnsiek 6 • D-32657 Lemgo

Tel.: 05261 71591

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www.ingrid-schumacher.de